Aus einem exotischen Wunsch wird eine gesellschaftliche Forderung: Nachhaltigkeit wird für Hotels immer wichtiger, wie Till Runte beobachtet. Er zertifiziert seit über 10 Jahren Hotels, mittlerweile mit seinem unabhängigen Prüfinstitut, für Geschäftsreisende und benennt im Interview Chancen dieses Wandels. Dafür müssten Hoteliers nicht unbedingt viel Geld investieren.

Herr Runte, wie wurden Hotels und deren Zertifizierung zum Mittelpunkt Ihrer Arbeit?

Ich habe als Leiter einer Kongress- und Marketingagentur in Berlin viel mit Hotels und Veranstaltungen zu tun gehabt und mich etwa bei Meeting Professionals International (MPI) oder Veranstaltungsplaner.de eingebracht. Im Jahr 2010 wollte der Verband Deutsches Reisemanagement VDR seine Hotelzertifizierung ausgliedern und ich erhielt mit Kurt Schüller den Zuschlag. Im Mai 2011 gründeten wir Certified – damals noch unter dem Namen BTME Certified für Business Travel Meetings und Events. Nach drei Jahren habe ich als alleiniger Gesellschafter übernommen, dann gab es auch den neuen Namen Certified Das Kundenzertifikat.

Wie hat sich das Konzept seit der Gründung gewandelt?

Den Grundstein legte der VDR auf Anfrage der Mitglieder mit einem neu entwickelten Kriterienkatalog. Neben den Sternen sollte es eine neue verlässliche Qualität geben. Wir fingen mit der Business Hotelzertifizierung an und erweiterten die Segmente und Bereiche stetig weiter. Genauso wie unsere Kriterienkataloge. Zurzeit bieten wir sieben erstklassige Qualitätszertifikate, aus der Praxis für die Praxis, in den Bereichen Hotel, Nachhaltigkeit, Serviced Apartment und Event Locations. Weitere Qualitätszertifikate werden hinzukommen, wir entwickeln uns stets weiter und prüfen neue Bereiche.

Wie werden Hotels geprüft?

Die Prüfung fängt mit einer gründlichen Vorbereitung der Hotels an, welche durch unser Projektteam unterstützt wird. Das Hotel erhält den Prüfkatalog, nimmt eine Selbsteinschätzung vor und reicht alle benötigten Nachweise bei uns ein. Ist die Vorbereitung abgeschlossen wird ein Prüfer zugewiesen und die Prüfung findet, je nach Umfang, 1-2-tägig vor Ort statt. Unsere Prüfer sind Praktiker, die als Traveloder Eventmanager in den Firmen wissen, worauf es wirklich ankommt. Am Tag der Prüfung begeht der Prüfer mit dem Verantwortlichen des Hauses alle relevanten Hotelbereiche ab und füllt den Prüfkatalog aus. Der Prüfer geht auf diesem Rundgang gerne auf Besonderheiten ein, fragt aktiv nach und prüft die Gegebenheiten. Diese gründliche Begehung endet in einem Tagungsraum, in welchem die noch offenen Punkte aus dem Prüfkatalog bearbeitet werden, Dokumente gesichtet und Fragen besprochen werden. Unsere Prüfer agieren unabhängig, objektiv und transparent, so dass am Ende des Tages das Ergebnis bereits feststeht. Hat das Hotel die Prüfung bestanden so wird anhand der erreichten Punktzahl das Ergebnis „Gut“, „Sehr Gut“ oder „Exzellent“ verkündet.

Und was sind die Kriterien?

Wir haben verschiedene Siegel und entsprechende Kriterien. Angefangen haben wir mit den Siegeln Certified Business Hotel und Certified Conference Hotel. Beim Businesshotel geht es um Geschäftsreisende und beim Konferenzhotel um Anforderungen im Tagungsbereich. Unser anerkanntes Zertifikat für die Nachhaltigkeit, das Certified Green Hotel, stützt sich auf drei Säulen der Ökologie, Ökonomie und die sozialen Aspekte. Am Anfang ging es besonders um Mülltrennung, energetische Sanierung oder die Vermeidung von Kleinverpackungen. Doch nun geht es verstärkt auch um soziale Aspekte wie faire Entlohnung und Wertschätzung. Das sind Themen, die jetzt auch beim Fachkräftemangel entscheidender werden.

Damals war Nachhaltigkeit noch kein so großes Thema, oder?

Ja, es gab teilweise sehr zarte Anfänge. Manche haben eine grüne Meeting-Pauschale eingeführt und dann einen grünen Apfel auf den Tisch gelegt. Das war’s, sonst blieb alles gleich. Das hat sich in den letzten Jahren enorm gewandelt und weiterentwickelt. In sehr vielen Hotels hat ein großes Umdenken stattgefunden welches durch unsere Zertifizierung sichtbar gemacht wird. Mittlerweile geben große Institutionen und Firmen das Thema Nachhaltigkeit als Vorgabe an die Hotels und fordern eine anerkannte Zertifizierung zum Nachweis. Hier kommen wir ins Spiel und unterstützen die Hotels auf diesem Weg bis hin zur erfolgreichen Zertifizierung. Der größte Mehrwert unserer Arbeit ist die dadurch entstehende positive Auswirkung auf die Umwelt.

Wie werden die Kriterien angepasst?

Hauptsächlich ziehen wir unsere Erkenntnisse aus dem Expertenwissen unserer Prüfenden, die aus verschiedenen Branchen kommen. Wir haben welche aus dem Automobil-Bereich, Banken und Versicherungen, aber auch Pharma, Beratungsunternehmen und die öffentliche Hand sind vertreten. Da spiegelt sich eine ganze Bandbreite von Anforderungen wider. Wir sammeln dann Fragen, diskutieren und überarbeiten den Kriterien-Katalog. Bei anderen Prüfverfahren mag es sein, dass immer der gleiche Prüfer immer das gleiche abfragt. Aber wir haben immer neue Aspekte, wenn wir alle drei Jahre vor Ort sind. Eine Sache war zum Beispiel, dass wir eingeführt haben, dass Matratzen einen Milbenschutz bekommen sollen – dem ist auch die Dehoga gefolgt, inzwischen ist das eigentlich überall Standard.

Ist es nicht gerade als Hotel schwierig, sich ständig zu wandeln?

Bei der Prüfung zeigen wir den Hoteliers auf, was ein Kunde sich heute wünscht. Je mehr man davon erfüllt, desto besser. Das zeigt sich auch am Ergebnis, bei dem wir zwischen gut, sehr gut und exzellent unterscheiden. Man besteht die Prüfung aber auch, ohne alles zu erfüllen: 15 bis 25 Prozent der Kriterien sind ein Muss.

Brauchen Verbesserungen immer ein großes Budget?

Manchmal braucht es nur ein Umdenken. Ein Beispiel aus dem Conference Bereich ist, dass für Rückfragen zwei Ansprechpartner genannt werden, damit die Eventmanager sicher jemanden erreichen. Bei Nachhaltigkeit hat es oft mit der Einstellung zu tun und der Kommunikation: Man kann ganz charmant und mit wenig Aufwand in einer Speisekarte erklären, woher die Produkte kommen, und damit beim Gast ein Bewusstsein dafür schaffen.

Können Hotels bei dem ständigen Gästewechsel überhaupt nachhaltig sein?

Viele Hotels verzeichnen 1,8 Nächte pro Gast, das bedeutet einen hohen Wasch- und Reinigungsaufwand. Es ist ein Trend, der nach der Pandemie geblieben ist, dass viele Hotels nur noch auf besonderen Wunsch der Gäste täglich reinigen. Ein Aspekt von Nachhaltigkeit ist auch, dass Kosten gespart werden: Es braucht weniger Personal und Reinigungsmittel. Wichtig ist, einen offenen und selbstkritischen Blick auf die eigene Situation zu werfen. Da geht es auch um Fragen, die sich viele Privathaushalte stellen: Welches veraltete Gerät sollte ausgetauscht werden, woher bekomme ich meine Lebensmittel und brauche ich wirklich die Erdbeeren im Winter? In der Energiekrise denken viele an Einsparungen, aber wie nachhaltig sind die Bemühungen? Auch der Gesetzgeber sagt inzwischen, dass wir aktiv werden müssen für den Klimaschutz. Unternehmen müssen etwa im Rahmen der sogenannten EU-Berichtspflicht verstärkt darauf achten, wo sie CO2 produzieren und das hat Auswirkungen auf das Reisen. Das galt ursprünglich nur für größere Unternehmen, wurde aber auf den Mittelstand übertragen und wird auf die gesamte Wirtschaft ausstrahlen. Die öffentliche Hand hat zum Beispiel beschlossen, dass für Behörden ab 2024 nur noch Hotels empfohlen werden, die über ein grünes Zertifikat verfügen. Es steigt der Druck, sich zertifizieren zu lassen. Wir verzeichnen eine steigende Nachfrage.

Sie haben sich mit Certified auf Geschäftsreisen spezialisiert – sind die angesichts zunehmenden
Homeoffice noch gefragt?

Der digitale Kontakt per Teams oder Zoom ist eine zusätzliche Chance und gewisse Termine werden sicherlich online weiter durchgeführt. Aber der Wunsch nach Nähe und persönlichem Austausch ist da, deshalb sind Veranstaltungen gerne wieder in Präsenz angenommen worden. Mit Sicherheit wird durch das gestiegene Preisniveau die Sensibilität steigen, ob eine Reise notwendig ist. Doch dann gibt es einen Nachholeffekt, den gab es auch nach den Corona-Einschränkungen. Und auf der anderen Seite gibt es mehr Menschen, die im Homeoffice von unterwegs arbeiten können. Meine Empfehlung wäre für größere Hotels, einige Zimmer mit größerem Arbeitsbereich anzubieten, gut ausgestattet mit bequemen Schreibtischstuhl, gut zugänglichen freien Steckdosen und ausreichender Beleuchtung. Das kann man auch aktiv vermarkten.

Kann Certified auch für Privatkunden ein Wegweiser sein?

Selbstverständlich, bei vielen unserer Kriterien geht es um Qualität und Ausstattung, was auch für Privatreisende relevant ist. Ich möchte gut und sauber schlafen können und es sollte hygienisch einwandfrei sein. Das Thema der Nachhaltigkeit hat das Buchungs-und Reiseverhalten auch von Privatreisenden verändert. Es wird ganz genau hingeschaut, inwieweit das Hotel sich engagiert und was es umsetzt und anbietet. Wir blicken dafür auch hinter die Kulissen. Können Sie selbst noch unbeschwert in Hotels übernachten? Man guckt schon anders und ist aufmerksamer. Aber ich bin immer positiv gestimmt, denn ich liebe diese Branche. Auch wenn das Fachkräftemangel ein großes Thema ist, durch eine freundliche Atmosphäre im Hotel kann so viel aufgefangen werden. Um gezielt aus der Praxis zu berichten: positiv überrascht wurde ich im Rahmen unseres während der Pandemie entwickelten Hygienetests. Da haben wir gezielt geschaut, wie die Keimbelastung ist und überwiegend sehr niedrige Verschmutzungsgrade vorgefunden. Natürlich gibt es auch Herausforderungen, diese sehe ich gezielt in der Küche, da gibt es einige kritische Oberflächen wie Griffe und Schalter. Da macht es mir Sorgen, dass zunehmend das Fachpersonal fehlt.

Es gibt diverse Zertifikate, was unterscheidet Certified von anderen?

Wir verfügen über 10 Jahre fundierte Facherfahrung. Als einziges Prüfinstitut bieten wir die Kombination von Nachhaltigkeit & Business & Conference an, was den Hotels zu einer noch besseren Positionierung verhilft. Durch unsere anerkannten Zertifikate verleihen wir den Hotels bessere Sichtbarkeit. Wir denken vom Kunden, Gast und Verbraucher her. Unser ausgereiftes Prüfsystem spiegelt dem Hotel immer die Ist-Situation wider und gibt die Möglichkeit und den Anreiz sich stetig zu verbessern. Wir haben eine starke Community, in der man miteinander voneinander lernen kann. Attraktives Marketing und starke Partnerkooperationen runden unser Angebot ab. Ein Highlight ist der jährliche Certified Star-Award welcher den Hotels eine gelungene Plattform zur Präsentation bietet. Denn unser Zertifikat ist auch ein Anlass, die eigene geprüfte Qualität in die Welt zu tragen.

Zur Person:

Till Runte ist Jahrgang 1966 und hat Betriebswirtschaftslehre in Berlin studiert. 2001 übernahm er eine Kongress- und Marketingagentur in Berlin und leitete sie zehn Jahre lang. Im Rahmen dieser Tätigkeit hatte er viel mit Hotels und Veranstaltungsorganisation zu tun und wurde Mitglied verschiedener Verbände. Nach der Rückkehr in seine Heimat Rheinland-Pfalz beschäftigt er sich seit 2011 mit der Certified Hotelzertifizierung und übernahm 2020 alle Rechte vom VDR. Certified Das Kundenzertifikat GmbH & Co. KG hat knapp 200 Hotels zertifiziert.

Im September beginnt die jährliche Abstimmungsphase in vielen Certified Hotels. Sie wollen zum beliebtesten Certified Business, Certified Conference oder Certified Green Hotel gewählt werden. Bis zum 15. November haben Gäste, Tagungsteilnehmer, Stammkunden und Trainer Zeit, ihre Stimme für ihren Favoriten abzugeben.

„Ein Certified Hotel zeichnet sich durch eine hohe Ausstattungs- und Servicequalität aus“, betont Geschäftsführer Till Runte. „Durch regelmäßige Prüfungen von fachlich versierten Travel- und Eventmanagern nach objektiven, aber segmentspezifischen Kriterien beweisen die mit Urkunde und Siegel ausgezeichneten Hotels, dass sie sich besonders auf die Kundenwünsche einstellen.“

Nun sollen aber auch die Hauptpersonen einbezogen werden, nämlich die Buchenden und Gäste der Hotels. Sie können mit ihrer Stimme dem Hotel einen Platz auf dem Siegertreppchen sichern und zur begehrten Trophäe „Certified Star-Award 2022“ verhelfen.
Die Abstimmung ist online bis zum 15.11.2022 möglich: HIER KLICKEN.

Über Certified

Das 2011 gegründete Prüfinstitut widmet sich der Zertifizierung von Hotels, Apartmenthäusern und Locations. Alle ausgezeichneten und aufgenommenen Häuser haben eine intensive Prüfung absolviert, die von erfahrenen Travel- oder Eventmanagern abgenommen wurde. Alle drei Jahre erfolgt eine erneute Beurteilung vor Ort, in den dazwischenliegenden Jahren ein digitales Überwachungsaudit. Für den Business-Bereich gibt es die Siegel Certified Business Hotel und Certified Serviced Apartment (für Langzeitaufenthalte), für den Veranstaltungsbereich Certified Conference Hotel und Certified Event Location und im Bereich Nachhaltigkeit das Siegel Certified Green Hotel. Certified ist Mitglied bei GSTC und Unterstützer der Gemeinwohl Ökonomie.

CERTIFIED Star-Award 2021 verliehen

Kunden, Gäste und Trainer konnten 10 Wochen lang von September bis Mitte November für ihr Lieblingshotel abstimmen. Die Gewinner wurden in einer digitalen Preisverleihung bekanntgegeben.

Das beliebteste Certified Business Hotel ist das Hotel René Bohn in Ludwigshafen. Es verweist das Hotel Esplanade in Dortmund auf Platz zwei und das Vila Vita Rosenpark in Marburg auf Platz drei.

Als Certified Conference Hotel konnte das Atrium Hotel in Mainz die meisten Stimmen auf sich vereinen, gefolgt vom Panoramahotel Waldenburg (Platz 2) und centrovital Berlin (Platz 3).

In der Gunst ganz oben in der Kategorie Certified Green Hotel steht das Bilderberg Bellevue Dresden. Es erhält den ersten Platz vor dem Anders Hotel Walsrode und dem Hotel am Badersee.

„Beliebt zu sein und von seinen Kunden ein positives Votum zu erhalten, ist eine wichtige Bestätigung, mit seinem Angebot und seinen Serviceleistungen am Puls der Zeit zu sein!“, beglückwünscht Certified Geschäftsführer Till Runte die Preisträger.

Neben den beliebtesten Hotels küren wir aber auch die besten Häuser. Denn alle Häuser werden spätestens alle drei Jahre durch einen Prüfer bewertet und erhalten dann auch eine Beurteilung. Die Prüfergebnisse werden in die Stufen GUT, SEHR GUT oder EXZELLENT eingeordnet.

In diesem Jahr führen nur exzellente Häuser die Qualitätsbewertung in Deutschland an:

Das beste Certified Business Hotel ist der Romantische Winkel in Bad Sachsa. Bestes Certified Conference Hotel ist das Dorint Hotel in Oberursel. Das Landgut Stober verteidigt erfolgreich die Führung in der Kategorie Certified Green Hotel.

Sonderpreise gab es in fünf Bereichen:

Das Businesshotel René Bohn erzielte mit seinem Videoclip zum Restart im Frühjahr die meisten Klicks und Likes. Das Team gewinnt den Preis für den erfolgreichsten Beitrag zur Social Media Aktion #certifiedhotelsgorestart.

Eine Fachjury bewertete Einreichungen zu vier Themen. Das Schloss Hohenkammer überzeugte mit seinen Maßnahmen, die Mitarbeitenden während der Pandemie zu halten und neue Teammitglieder zu gewinnen.

Das Hotel am Badersee beeindruckte mit seinen kreativen Meetingräumen. In die Gestaltung wurden nachhaltige Materialien einbezogen, eigens angefertigt und die schöne Umgebung des Badersees zum Thema gemacht.

Das Atrium Hotel in Mainz erhält die Auszeichnung für sein leistungsstarkes Streaming Studio, welches in enger Kooperation mit dem Technikpartner media4rent aus Bingen konfiguriert wurde und je nach Anforderung professionell erfolgreich umgesetzt wird.

Für seine kreative Umgestaltung der Lobby unter Einbindung der Mitarbeiter während Corona erhält das centrovital Berlin den Sonderpreis der Jury im Bereich Umbau und Renovierung.

Die Fachjury, zu der unter anderem Annette Rompel, Chefredakteurin Working@Office, Nicole Stigler, Chair(wo)man der International Management Assistants und Thomas Scholz, Chefredakteur der Fachzeitschrift MEP, gehörten, zeigte sich von der Vielfältigkeit der eingereichten Beiträge beeindruckt. Viele Häuser hätten die Pandemie genutzt, um technisch aufzurüsten oder Umbauten und Renovierungen durchzuführen. Nun steht vor allem die Bewältigung des Fachkräftemangels an, denn allerorten fehlen versierte Servicekräfte. Aber ein gutes Betriebsklima und die persönliche Wertschätzung sind essenzielle Pluspunkte, wie die erfolgreichen Konzepte einiger Certified Hotels zeigen, die ihren Personalstamm halten oder sogar ausbauen konnten.

Hygiene im Hotel – welcome im „new normal“

75 Hygiene Checks – ein Erfahrungsbericht

Vor Corona war Sauberkeit im Hotel nicht im besonderen Fokus von Travel Managern. Auf der Skala von relevanten Faktoren bei der Hotelauswahl rangierte dieses Thema ganz weit unten. Unterhält man sich jedoch mit Hotelgästen und Geschäftsreisenden, hört man regelmäßig folgende Vorbehalte:

  • Ich bade nie im Hotel und wenn, dann habe ich Scheuermilch und Sagrotan dabei und reinige die Wanne erstmal gründlich selbst
  • Toilettenbrillen, -deckel und WC-Bürsten sind Keimschleudern
  • Aus einem Glas im Hotelzimmer würde ich nie trinken, wer weiß mit welchem Lappen das gereinigt wurde
  • Teppiche in Hotelzimmern sind meistens widerlich, die betrete ich nie barfuß
  • Telefonhörer, Lichtschalter und Fernbedienungen gehören zu den ekeligen Dingen, ob die regelmäßig gereinigt werden?

Selbst Hoteldirektoren reihen sich bei solchen Aussagen und Vorbehalten ein!

Aber ist es denn so schlimm um die Reinlichkeit in Hotelzimmern bestellt? Bereits 75 Mal hat Certified in Hotels einen unangekündigten Hygiene Check durchgeführt. Dabei werden 55 Wischproben an besonders häufig angefassten Stellen genommen, aber auch Bereiche wie Personalumkleiden, Lager- und Kühlräume für Lebensmittel sowie Küchen untersucht.

Bei dem verwendeten Testverfahren stehen die Messergebnisse schon nach 10 Sekunden fest – je höher der Wert im Display des Auswertungsgerätes, desto höher ist der Verschmutzungsgrad. Ein angefeuchtetes steriles Q-Tip wird über den Testbereich gestrichen und kommt danach in eine Reagenzflüssigkeit. Dabei werden Keime, Bakterien und Verunreinigungen in Eiweiß aufgespalten und eine Lichtmessung liefert dann den entsprechenden Messwert.

Kritische, also hohe Werte gab es rund um den Abfluss von Duschen und Badewannen, an Fernbedienungen und Armlehnen der Schreibtischstühle.

Im öffentlichen Bereich sind Empfangstresen, Oberflächen der Restauranttische bzw. der Tischsets, Stuhllehnen und Salz- und Pfefferstreuer kritisch. Auch an den Kofferwagen werden regelmäßig hohe Werte festgestellt. Die öffentlichen Toiletten geben wiederum keinen Anlass zur Klage, hier werden nur selten hohe Werte erreicht.

Außen hui innen pfui

Anders beim Blick hinter die Kulissen, also in Bereiche zu denen ein Gast normalerweise keinen Zutritt erhält. Personalumkleiden, -sanitärräume und Mitarbeiterkantinen sind oft im Kellergeschoss untergebracht und selten in optisch ansprechendem Zustand. Häufig wird ausrangiertes Mobiliar zur Verfügung gestellt, oft fehlen Waschbecken oder man sieht zersprungene Kacheln. Türgriffe, Lichtschalter und Handläufe starren mitunter vor Dreck, hier sind hohe Messwerte keine Seltenheit.

Auch in den Hotelküchen gibt es kritische Bereiche: Mikrowellengriff, Herdschalter, Türgriffe von Kühlzellen, Griffe von Servierwagen, Regalböden – hier sind regelmäßig hohe Ergebnisse zu verzeichnen.

Je nachdem, wie gut die Ergebnisse bei der unangemeldeten Probennahme ausfallen, erhält das Haus einen Wiederholungsbesuch nach drei, sechs oder zwölf Monaten.

Natürlich ist der Vertreter von Certified am Besuchstag kein willkommener Gast! Meistens passt es gerade nicht und der Küchenchef ist im Urlaub, die Hausdame krank, der Direktor nicht im Haus… Dennoch werden die Ergebnisse durch das Hotelpersonal ernst genommen und durch die Möglichkeit, kritische Stellen exemplarisch zu reinigen und mit einer erneuten Messung den Vorher-Nachher-Effekt zu erkennen, wurde schon einige Male ein positiver Aha-Moment bewirkt:

  • Frische Lappen oder Schwämme müssen benutzt werden
  • Die Reinigungsintervalle müssen verkürzt werden
  • Desinfektionsmittel müssen zunächst einwirken
  • Erst reinigen, dann desinfizieren

In der Küche gibt es einen besonderen Kniff: die Köche verwenden meistens ein Kochhandtuch (Touchon), welches an der Schürze befestigt ist. Damit wischen sie sich die Finger ab, verwenden es als Topflappen oder trockenen auch mal eine Arbeitsfläche. Unsere Messungen haben ergeben, dass diese Touchons wahre Keimschleudern sein können, ein gereinigter Mikrowellengriff mit Ausgangswert 317 wies nach einmaliger Benutzung dann einen Wert von 13.628 auf. Die tolerierbare Obergrenze liegt bei 10.000. Fazit: Küchenhandtücher müssen stündlich gewechselt werden oder durch Papiertücher ersetzt werden.

Schon bei Wiederholungsbesuchen (nach 3 oder 6 Monaten) konnten Verbesserungen beobachtet werden. Die Personalbereiche wirkten insgesamt ordentlicher und sauberer, offensichtlich haben sich die Reinigungszyklen nach unseren Besuchen verbessert.

Aber einen Wermuthstropfen gibt es: Die zu intensive Verwendung von Desinfektionsmitteln hat Schäden an Material und Mobiliar hinterlassen. Die Mittel sind offenbar zu scharf, wurden eventuell nicht richtig dosiert oder sind schlichtweg zu oft angewandt worden. Nun müssen teilweise Griffe und Tischoberflächen erneuert werden, Lacke und Versiegelungen neu aufgetragen werden. Die pandemiebedingte Zunahme in der Verwendung von Desinfektionsmitteln wird von ärztlicher Sicht durchaus kritisch gesehen: wer weiß, welche Folgeschäden auch gesundheitlicher Art ausgelöst werden? Von der Zunahme von Allergien hin zu Atemwegserkrankungen beim Reinigungspersonal.

Reinigen ist das A und O – nicht Desinfizieren!

Es geht, so der Facharzt für Öffentliches Gesundheitswesen, Dr. Thomas Menn aus Berlin, nicht darum, eine klinisch reine Umgebung im Hotel zu schaffen. Das ist zwar wichtig für Labore, im Operationssaal oder bei der Lebensmittelerzeugung. Aber im normalen Alltag ist es wichtig, einer gewissen Keimzahl ausgesetzt zu sein, damit sich das Immunsystem aufbaut und stärkt! Immer und überall mit Desinfektionstüchern zu hantieren sei deshalb absolut übertrieben. Lieber regelmäßig die Hände waschen und eine Husten- und Niesetikette einhalten – darauf setzt Dr. Menn.

Fazit: Küchenhygiene erhöhen

Wenn in den letzten Monaten die Reinigungsmaßnahmen in den Hotels allenorten erhöht und intensiviert wurden, so kann man dies im Rahmen unserer Tests bestätigen. Man darf jedoch gespannt sein, wie sich der allgemeine Fachkräftemangel -auch in der Reinigungsbranche- auswirken wird. Wenn vermehrt ungelernte Kräfte eingesetzt werden, um überhaupt dem Arbeitsaufkommen einigermaßen gerecht zu werden, wird sich weisen, ob das auf die Gründlichkeit und Qualität geht.

In der Küche sind es jedoch die Köche selbst, die für die Sauberkeit verantwortlich sind. Hier muss noch ein Umdenken in Sachen Küchenhygiene stattfinden. Das Tragen von Einweghandschuhen nützt wenig, wenn man sich auch damit nicht regelmäßig die Hände wäscht. Und ein dreckiges Küchenhandtuch oder eine entsprechend verschmutzte Kochschürze sollte schnellstens der Vergangenheit angehören! Schwämme und Lappen gehören täglich gewechselt – hier ist Sparsamkeit kein guter Lehrmeister!

Das Bewertungssystem von Certified ist -wie bei den anderen Zertifikaten auch- sehr anspruchsvoll. Den Hygiene Check absolvierten die 75 Hotels bisher so:

26 erhielten die Urkunde für 12 Monate ausgestellt

31 erhielten eine Urkunde mit 6 Monaten Laufzeit

18 Hotels erhielten statt einer Urkunde bereits nach 3 Monaten einen erneuten Besuch, weil sie beim ersten Versuch durchgefallen sind.

Wer sind die MICE Ladies, wann wurden sie gegründet (und warum)?

Wir sind eine kleine und feine MICE Ladies Travel Tribe, die Female Empowerment fördert, indem wir starke Begegnungen auf persönlicher und beruflicher Ebene schaffen. Die Grundidee der MICE Ladies ist es, persönliche und authentische Verbindungen zu schaffen und gemeinsame Reisen in Kleingruppen mit Mehrwert anzureichern: Jeder unserer Trips enthält – neben jeder Menge Erlebnissen, Spaß und Action – auch Elemente der Persönlichkeitsentwicklung, der Perspektiverweiterung und der Weiterbildung zu aktuellen Themen wie Nachhaltigkeit, Social Impact und Experience Marketing.


Innsbruck Tourismus/MICE Ladies

Jede unserer Reisen geht in eine wundervolle Destination, die wir so auf ganz andere Weise – und aus Sicht starker Frauen und ihrer Geschichten und Location-Tipps aus der Gastgeberregion – kennenlernen. Unsere „MICE Ladies“ lernen also durch Erlebnisse mit- und voneinander und bekommen quasi „nebenbei“ Destinationskenntnisse und MICE-Ideen vermittelt. Im Grunde sind diese Reisen sehr exklusive „Fam-Trips“ der ganz besonderen Art.

Unsere Trips bringen uns an wunderschöne Plätze in der Natur – zum Yoga, zum Waldbaden, zum Nature-Coaching oder auch mal zum Klettern, wo jede Teilnehmerin ihre Komfortzone erweitern kann. Das alles besprechen wir gemeinsam, abgerundet werden die Erlebnisse durch Weiterbildungseinheiten zu aktuellen Branchenthemen aber auch darüber hinaus.

Ganz konkret am Beispiel unseres nächsten Trips nach Innsbruck sieht das so aus, dass wir einen ganzen Tag mit der Snowboardweltmeisterin Heidi Neururer in der Natur mit verschiedenen richtig coolen Erlebnissen verbringen, die als Female Ambassador für unsere Gastgeberdestination Innsbruck steht und mit uns ihre ganz persönliche Story aus Sicht einer Leistungssportlerin teilt und vermittelt, wie diese Erfahrungen und Erkenntnisse in ihr Berufs- und Privatleben einfließen.


Innsbruck Tourismus/MICE Ladies

Die Idee für die MICE Ladies entstand bereits 2018. Im Folgejahr 2019 fand schon der erste Trip ins wunderschöne Südtirol statt und Gespräche mit weiteren Destinationen waren am laufen – bevor wir durch die Pandemie völlig ausgebremst wurden.

Während der Zeit des Lock-Downs in denen nur virtuelle Treffen möglich waren wuchs dann die Erkenntnis: Nie waren persönliche nachhaltige Begegnungen und Verbindungen so wertvoll und wichtig wie jetzt – und der Ansatz der MICE Ladies ist gerade jetzt so schön, weil wir uns alle so nach persönlichen Begegnungen sehnen. Diese Pandemie zeigt uns auch auf, dass es gerade jetzt wichtig ist, uns zu verbinden, zu stärken und auch den Mut zu haben, für uns und unsere Ziele – beruflich wie persönlich einzustehen. Gerade wir Frauen standen – und stehen immer noch – während der Phasen des Lock-Downs, des Home Schoolings und dem Home Office und den verschiedenen Rollen immer wieder vor großen Herausforderungen.

Deshalb starten die MICE Ladies nun wieder voller Elan durch – Ende Oktober sind wir mit unserem MICE Ladies SHEROES Trip zu Gast in Innsbruck und wir haben bereits weitere spannende Reiseerlebnisse in Planung. Für mich persönlich ist es ein Herzensthema, meine Kenntnisse und Erfahrungen aus 25 Jahren MICE-Branche mit meiner Lehr- und Coaching-Tätigkeit und der Liebe zu Reisen, zu Kulturen und zur Natur zu verbinden.


Innsbruck Tourismus/MICE Ladies

Können noch weitere Damen aufgenommen werden, gibt es Voraussetzungen, wie ist das Procedere?

Teilnehmen an unseren Reisen können MICE-Planerinnen aus Agenturen und Unternehmen. Wir sind also kein geschlossener Club und erheben auch keine Mitgliedsbeiträge. Auf unserer – gerade gelaunchten – Website www.mice-ladies.com schreiben wir jeweils unsere aktuellen Reisen aus; die Kurzprogramme sind dort mit einer eigenen Landingpage zu finden. Dort kann man sich auch anmelden. Außerdem haben wir eine LinkedIn Gruppe, in der wir auch über aktuelle Formate berichten.

Supplier bzw. Destinationen dürfen sich gerne bei uns melden, wenn sie Gastgeber einer unserer ganz besonderen Reisen werden wollen! Unsere Reisen finden in Kleingruppen statt und sind handverlesen, da wir jede Teilnehmerin persönlich selektieren. Dabei betten wir das Reise-Erlebnis in eine Sichtbarkeitskampagne ein und verbinden Experience-Marketing mit Storytelling, indem wir über diese Begegnungen berichten und diese multimedial in verschiedenen Kanälen sichtbar machen. So unterstützen wir die Gastgeberdestination bzw. -organisation in der Positionierung, der Content Creation und der Sichtbarkeit – und gleichzeitig im CSR-Bereich, da wir mit unseren Reisen auch gleich verschiedene SGGs (u.a. Gender Equality) unterstützen. Hier haben wir verschiedene attraktive Pakete geschnürt. Klasse statt Masse, Brand Experience statt Gießkanne also.

Was ist das Ziel, nur ein Netzwerk, nur das Kennenlernen neuer Locations oder…?

Es gibt gleich mehrere Ziele, es ist quasi eine Win-Win Situation für die Teilnehmerinnen sowie die Gastgeber-Destinationen.

Für die Teilnehmerinnen, weil sie neue Destinationskenntnisse erlangen, verbunden mit wertvollen Aha-Erlebnissen, richtig coolen Aktionen und tiefgreifenden Begegnungen auf persönlicher Ebene und sich so beruflich wie privat weiterentwickeln können. Gleichzeitig nehmen sie ganz praktische Tricks und Tipps für den Job mit. Die Verbindungen unserer Teilnehmerinnen untereinander und auch mit den Frauen aus den Gastgeber-Destinationen sind deshalb so wertvoll, weil sie weit über die Reisen hinaus Bestand haben. Die Ladies inspirieren sich untereinander mit ihren Erfahrungen und Geschichten. Wir bringen die MICE Ladies also gleich mehrfach in Bewegung: körperlich, geistig und emotional. Unsere Gruppen sind jeweils bunt gemischt – so verbinden wir interkulturell, generationsübergreifend und global.


Innsbruck Tourismus/MICE Ladies

Die Atmosphäre auf den Reisen ist wirklich ganz besonders: es ist ein tiefes Gefühl der Verbundenheit, der Akzeptanz und des Angekommen-Seins – wir reißen quasi ein Stück weit die Mauern des „Perfekt-Sein-Müssens“ und „Erfolgreich-sein-Müssens“ ein. Ich will da nicht zu spirituell klingen, aber diese Ganzheitlichkeit macht diese Verbindungen und Lerneffekte erst so richtig möglich und macht unglaublich viel Freude. Wir fokussieren auf das Persönliche – und das Geschäftliche wird automatisch folgen.

Für Destinationen bzw. Supplier bieten die Reisen eine zeitgemäße und interessante Möglichkeit der Kundenansprache und der Entwicklung persönlicher Verbindungen zu einer sehr attraktiven Zielgruppe. Qualität statt Quantität. Gleichzeitig nutzen wir diese Erlebnisse, um Geschichten mit Mehrwert zu erzählen – in unseren Kanälen aber auch in den Kanälen unserer Destinationen.

In welchem Turnus finden Veranstaltungen statt?

Ende Oktober geht es nun mit dem MICE Ladies SHEROES Trip nach Innsbruck weiter – weitere Trips werden folgen, in unregelmäßigen Abständen. Mein Ziel ist es, durch unsere Reisen regelmäßig Frauen regional, überregional und auch global zu verbinden, einige male pro Jahr. Wenn Reisen wieder einfacher möglich sein wird, werden wir den Radius wieder größer setzen, wobei wir natürlich auch auf Nachhaltigkeitsaspekte schauen und ein Großteil unserer Reisen schwerpunktmäßig in D-A-CH stattfinden soll – denn es gibt so unglaublich schöne Ecken hier und diese gilt es auch für Veranstaltungen zu entdecken!

Sind nur „Kundinnen“ angesprochen und willkommen, oder auch Frauen der MICE Industrie, z.B. Hotelchefinnen, Leiterinnen von Bankettabteilungen, Frauen in Führungspositionen auch bei Zulieferern wie z.B. Catering, Technik, Ausstattung…?

Gute Frage! Teilnehmerinnen unserer Reisen – da wir ja Gäste der Destinationen, Länder und Supplier sind – sind Corporate und Agency Planerinnen. Da die Grundidee die Vernetzung ist, bringen wir unsere Teilnehmerinnen während der Reisen mit spannenden Frauen aus den Destinationen und den Gastgeberorganisationen – Convention Bureaus, DMCs, Hotellerie etc. – über die Erlebnisse, Challenges und Begegnungen in und mit der Natur zusammen. Darin liegt der Zauber dieser Begegnungen. Wobei mir sehr wichtig ist, dass eben die erlebnisorientierte persönliche Begegnung in Kleingruppen und nicht das Verkaufsgespräch im Vordergrund steht!


Innsbruck Tourismus/MICE Ladies

Die Idee, die Begegnungen und Reisen über den Tellerrand unserer Branche zu entwickeln gibt es auch bereits – das wird sich entwickeln, im richtigen Tempo. Durch mein großes Netzwerk auch in den Social Impact Bereich gibt es bereits einige spannende Ideen, die auch branchenübergreifend stattfinden könnten…alles sehr spannend!

Darüberhinaus gibt es schon erste Überlegungen, pro Reise auch eine begrenzte Anzahl an Supplier-innen zuzulassen – das wird sich entwickeln.

Gibt es Pläne für die Zukunft?

I let it flow! Das Schöne ist, dass es – weil Herzensthema – keinem vorgegebenen Businessplan folgen muss und sich entwickeln kann, so wie es grad dran ist. Es kommt zusammen, was zusammenkommen soll, da bin ich sehr entspannt und gleichzeitig zuversichtlich. Wer einmal dabei war wird davon erzählen und wieder dabei sein wollen. Insofern freue ich mich noch auf viele tolle Begegnungen und Projekte und bin offen, was noch so kommt.

Es kontaktieren uns immer wieder auch Top-Ladies unserer Branche und auch anderer Branchen, die gerne bei einem der nächsten Trips dabei sein wollen – das freut uns natürlich sehr, da die ganze Idee vor allem auch von der persönlichen Begeisterung und Empfehlung lebt.

Die Fragen stellte Till Runte, geantwortet hat Tanja Knecht, Initiatorin der „MICE Ladies“. www.mice-ladies.com


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