Ein ausführliches Kontaktformular finden Sie hier.

Durch das Absenden Ihrer Daten willigen Sie ein, dass diese zum Zweck der Bearbeitung Ihres Anliegens verarbeitet werden. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
 

DORINT-COO Jörg T. Böckeler formulierte kürzlich ein klares Bekenntnis: „Die Core-Kompetenz eines Hoteliers muss Schlafkomfort sein!“ So eindeutig positioniert sich eine renommierte Hotelgruppe, die ihre Häuser durch das unabhängige Prüfinstitut CERTIFIED auf Herz und Nieren prüfen lässt. Dass viele Hotels diesem Punkt allerdings nicht die nötige Beachtung schenken, sollte vor allem beruflich Vielreisende beunruhigen.

 

Denn bis zu 1,5 Millionen Milben spielen jede Nacht mit unserer Gesundheit. Dabei ist das Innere von Kopfkissen ein besonders beliebter Aufenthaltsort der kleinen Plagegeister. Das ist nicht nur angsteinflößend, sondern auch gesundheitsgefährdend! Ganz abgesehen von der unangenehmen Krätze: Wenn sich Milbenkot mit dem Hausstaub vermischt, kann er beim Einatmen schnell Allergien hervorrufen. Aber auch schlechter, wenig regenerativer Schlaf, gerötete Augen, juckende Nasen, im schlimmsten Falle Atemnot können die Folgen sein.

Hilfe versprechen passende Encasings.  Das sind spezielle Kunststoff-Überzüge für Matratzen und Kopfkissen, die für freie Atemwege sorgen und das Bett von den unangenehmen Spinnentierchen weitgehend freihalten. Aber Encasings kosten Geld und daran wird leider allzu häufig gespart.

 

Eine weitere erstaunliche Zahl: Pro Woche verlieren wir nachts bis zu drei Liter Schweiß. Der größte Teil verdunstet zwar, aber die Matratze nimmt kontinuierlich die restlichen Wassertropfen auf. Auch diese stabile Restfeuchtigkeit ist enorm beliebt bei den unappetitlichen Gliederfüßern. Da hilft nur regelmäßiges Lüften, vor allem aber Reinigen in gewissen Intervallen und: ein Matratzenschoner!

 

Hotelsterne sagen nichts über Schlafhygiene!

 

Über derlei versteckte Hygiene-Probleme in vielen Hotels sagt die DEHOGA-Klassifizierung leider nichts aus. Selbst ein Fünfsterne-Grandhotel kann also in punkto Schlafhygiene gravierende Mängel haben. Certified-Geschäftsführer Till Runte hat bereits frühzeitig in seinem Kriterienkatalog zur Hotelzertifizierung daher dem Schlafkomfort große Bedeutung zugemessen:

„Unsere unabhängigen Prüfer nehmen das Bett förmlich auseinander. Wie alt ist die Matratze? Hat sie Liegekuhlen? Wird sie regelmäßig gewendet und gereinigt? Und vor allem: Wie ist das dokumentiert? Wir schauen uns die Kissen genau an: Gibt es Encasings? Wie oft wird nachweisbar gereinigt? Für insgesamt 15 Prüfpositionen gibt es dann Punkte, die der Bucher eines Certified-Hotels transparent nachvollziehen kann. Und natürlich geben wir dem Hotelier obendrein Handlungsempfehlungen, was er tun kann und muss, um seine Standards zu verbessern!“

 

Zertifizierungen geben mehr Sicherheit

 

Die Auswahl eines zertifizierten Business- oder Conference Hotels, das in dieser Kategorie gut abgeschnitten hat, gibt also offenbar ein gewisses Maß an Sicherheit, was Schlafkomfort und Betthygiene angeht. Ein Schlafproblem auf Geschäftsreisen, das hingegen nicht so leicht in den Griff zu bekommen ist, ist der so genannte „First Night-Effect“. Dieser urzeitliche Schutzmechanismus lässt uns in einer neuen Umgebung wachsam bleiben und unruhig schlafen. Der Begriff aus der Schlafforschung umschreibt einen menschlichen, urinstinktiven Schutzmechanismus gegen Gefahren in einer fremden Umgebung: eine Hirnhälfte bleibt während des Schlafens stets etwas wacher als die andere. Genauer gesagt ist die Gehirnwellenfrequenz in einer Hälfte höher als in der anderen. Dadurch schlafen manche Menschen schwerer ein, der Schlaf ist weniger tief und sie schrecken in der Nacht schneller wieder hoch. Manchem hilft es, ein vertrautes Stück aus der heimischen Schlafumgebung mitzunehmen, um den First Night-Effect auszutricksen. Die meisten Vielreisenden mit zahlreichen Kurzübernachtungen haben allerdings gelernt, damit zu leben.

Mit Milben, Schmutz und durchgelegenen Matratzen muss hingegen heutzutage keiner mehr leben.

 

Unser Beitrag hat Ihnen gefallen?

Sie möchten gerne über weitere spannende Themen informiert werden?

Abonnieren Sie unseren Newsletter